Bears messen sich mit Ligafavoriten – wertvolle Erkenntnisse in Innsbruck
- Marie Pribyl
- 22. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Der zweite Spieltag der Saison 2026 führte das Flag Football Team der PROVENTOR Styrian Bears nach Innsbruck und schon die Anreise war ein kleines Highlight für sich. Bereits am Vortag machte sich das Team auf den Weg, um gemeinsam vor Ort zu übernachten. Neben der Vorbereitung auf die Spiele stand vor allem das Miteinander im Fokus: Ein Tischfußballturnier und legendäre Runden „Stille Post“ sorgten für beste Stimmung und stärkten den Teamzusammenhalt. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, auch wenn sportlich einige Herausforderungen warteten. Neben zwei Starting Defendern fehlte auch Headcoach und Offensive Coordinator Kristof Krenn.

Im ersten Spiel gegen die Steelsharks/Stags – eines der vermutlich stärksten Teams der FLA 2 – zeigten die Bears vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und hielten gut dagegen. Zwei Touchdowns durch #12 Oliver Redmann sowie ein Extrapunkt von #6 Paul Feischl sorgten dafür, dass man lange auf Augenhöhe blieb. Auch defensiv setzte das Team ein Ausrufezeichen, unter anderem mit einem Quarterback-Sack durch #20 Benjamin Dorner. In der zweiten Halbzeit machte sich jedoch die individuelle Klasse des Gegners bemerkbar. Dennoch kämpften die Bears weiter und konnten durch einen Touchdown und Extrapunkt von Feischl sowie einen weiteren Score von #1 Maximilian Popp – in seinem ersten Spiel für die Bears – wichtige Akzente setzen. Auch #7 Simon Dudek verwandelte einen Extrapunkt. Defensiv war erneut Dorner zur Stelle, diesmal mit einer Interception. Am Ende musste man sich dennoch mit 27:52 geschlagen geben.

Nach einem Spiel Pause starteten die Bears mit neuer Energie in die Partie gegen die Honeybees 2 und diesmal zahlte sich der Einsatz voll aus. Von Beginn an präsentierte sich das Team fokussiert und spielfreudig. Bereits in der ersten Halbzeit erspielte man sich eine komfortable 21:07-Führung durch Touchdowns von #7 Simon Dudek, #6 Paul Feischl und #12 Oliver Redmann. Alle drei Extrapunkte gingen ebenfalls auf das Konto von Feischl. Auch in der zweiten Hälfte behielten die Bears die Kontrolle über das Spiel. Weitere Touchdowns durch Feischl und Popp sorgten für klare Verhältnisse. Besonders bemerkenswert: Feischl unterstützte auch in der Defense und konnte dort direkt mit einem Sack anschreiben. Zusätzlich trug sich #19 Lukas Platzer mit einer Interception in die Statistik ein. Am Ende stand ein souveräner 33:21-Sieg.

Im dritten Spiel wartete mit den Salzburg Ducks erneut ein physisch starkes Team. Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch, in dem die Bears in der ersten Halbzeit mit 14:27 in Rückstand gerieten. Die Punkte erzielten #1 Maximilian Popp und #7 Simon Dudek, während die Extrapunkte von Popp und Feischl verwandelt wurden. Auch in der zweiten Hälfte kämpfte das Team unermüdlich weiter, doch die Ducks blieben effizient. Popp zeigte erneut eine starke Leistung und erzielte beide Touchdowns der zweiten Halbzeit inklusive Extrapunkt. Trotz großem Einsatz musste man sich am Ende mit 27:54 geschlagen geben.
Offensiv war der Spieltag dennoch ein klares Ausrufezeichen. Quarterback #17 Niklas Dib übernahm nicht nur die Verantwortung auf dem Feld, sondern musste auch eigenständig Plays callen und koordinieren – und das gegen zwei der stärksten Defenses der Liga. Eine Leistung, die den Kampfgeist und die Qualität der Offense eindrucksvoll unterstreicht. Defensiv zeigte das Team phasenweise starke Ansätze, musste jedoch auch erkennen, dass das Fehlen von zwei Starting-Spielern nicht einfach zu kompensieren ist. Dennoch sprangen alle eingesetzten Spieler:innen ein und lieferten wertvolle Beiträge.
Auch Defensive Coordinator Leander Sandner zog ein reflektiertes Fazit:
„Wir hatten mit den Ducks und den Steelsharks die zwei vermutlich stärksten Gegner der FLA 2 auf dem Plan, dementsprechend war es denkbar schlecht, dass wir sowohl auf zwei Defense-Starter als auch unseren Headcoach verzichten mussten. Trotzdem bin ich mit der Leistung sehr zufrieden, die nachrückenden Spieler:innen haben gut die Lücken geschlossen. Dieses Mal war es aber die Offense, die den Ton angegeben und uns im Spiel gehalten hat. Die Spiele gegen Ducks und Steelsharks haben meiner Meinung nach gezeigt, dass wir zumindest in voller Stärke da sein müssen, um mitspielen zu können.“
Mit einem Sieg aus drei Spielen fällt die Bilanz zwar durchwachsen aus, doch die Leistung gegen starke Gegner und die Entwicklung innerhalb des Teams machen Mut. Die Bears haben erneut gezeigt, dass sie mithalten können und wissen jetzt noch klarer, woran in den kommenden Trainings gearbeitet werden muss.



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